Gegen 17.30 Uhr wurden am Samstag den 21. März 2026 die Freiwillige Feuerwehr Baden-Leesdorf und die FF Baden Weikersdorf zu einem B2 Gebäudebrand – Innenraum mit Zusatzinfo „Kellerbrand“ alarmiert.
Die dreiköpfige Familie befand sich gerade im Haus als der Besitzer auf ein sonderbares Geräusch aus dem Heizraum im Keller aufmerksam wurde und Nachschau hielt. Plötzlich kam es zu einer Verpuffung im Bereich der Gasheizung und ein Feuer brach aus.
Bei Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte befanden sich alle Hausbewohner im Freien und informierten den Feuerwehreinsatzleiter Kommandant Stellvertreter Andreas Walter (FF Baden-Leesdorf), dass es im Keller bei der Gasheizung brennt. Zu dem Zeitpunkt war über die offene Eingangstüre bereits eine starke Verrauchung auch im Erdgeschoß des Reihenhauses wahrnehmbar.
Umgehend wurden zwei Löschleitungen aufgebaut und als Erstmaßnahme die Gaszufuhr über den Hauptabsperrhahn im Freien geschlossen. Die weitere Erkundung der zwei vorgehenden Atemschutztrupps mit gefüllter Löschleitung ergab, dass der Brand fast zur Gänze erloschen war aber aus der beschädigten Kunststoff-Hauptwasserrohrleitung massiv Wasser ausläuft. Wobei das ausgelaufene Wasser auch in alle anderen Räumlichkeiten im Keller eindringen konnte. Zusätzlich waren einige Stromleitungen durch den Brand beschädigt.
Daher zogen sich die zwei Atemschutztrupps zurück und teilten dies der Einsatzleitung mit. Umgehend ließ man den Strom im Bereich des E-Hausanschlusskasten abschalten und sperrte die Wasserzufuhr über den Absperrschieber im Straßenverlauf.
Zum Entrauchen des Erdgeschoßes sowie die Sicht im Keller zu verbessern, wurde ein Hochleistungslüfter in Betrieb genommen und Abluftöffnungen geschaffen.
Einen Straßenzug weiter wurden neben einer Einsatzleitung auch der Atemschutzsammelplatz eingerichtet. Nachdem dieser mit dem Wechselladecontainer-Atemschutz (FF Baden Weikersdorf) aufgebaut war, konnten die verbrauchten Atemluftflaschen vor Ort wieder befüllt werden.
Zwischenzeitlich betreuten die ebenfalls alarmierten Rettungskräfte (RTW Arbeiter Samariterbund Traiskirchen und Bezirkseinsatzleiter Rettung RK Baden) die drei Hausbewohner, wobei eine Person zur Abklärung ins Spital abtransportiert wurde.
Kurz nach 18 Uhr konnte bereits Brand aus gemeldet werden, jedoch aufgrund des massiven Wasseraustritts durch die beschädigte Wasserleitung im Keller gestalteten sich die Aufräumarbeiten als sehr zeitaufwändig. Mit einer leistungsstarken Schutzwasserpumpe der Feuerwehr gelang es den Keller auszupumpen.
Der seitens der Feuerwehreinsatzleitung nachgeforderte Energieversorger begutachtete den Schaden an der Gasleitung und der Stromversorgung. Ebenso forderte der Einsatzleiter über die Bereichsalarmzentrale die Messdiensteinheit des Bezirksfeuerwehrkommandos BADEN, stationiert bei der FF Kottingbrunn, an.
Erst gegen 21.30 Uhr konnten die letzten Feuerwehreinsatzkräfte wieder ins Feuerwehrhaus einrücken. Eine Polizeistreife nahm Erhebungen vor Ort auf.
Bericht und Fotos: Stefan Schneider BFKDO BADEN BFKDO – Bezirksfeuerwehrkommando Baden
.
.
